Benediktushof, Reken

Gelber Smiley heißt: Zeit fürs Stoßlüften

Azubis aus dem Berufsbildungswerk bauen CO2-Ampeln.

Luca Broekhuis, Daniel Naroska und Phil Wemmers absolvieren eine Ausbildung zur Elektrogerätefachkraft im Berufsbildungswerk (BBW) Maria Veen. Die drei jungen Männer sind im dritten Lehrjahr und bauen derzeit CO2-Ampeln für den Benediktushof. Die Geräte messen mit Hilfe von Sensoren den CO2-Gehalt in geschlossenen Räumen. Der wiederum lässt Rückschlüsse auf die Konzentration der ausgeatmeten Aerosole – in denen Corona-Viren enthalten sein können - in der Raumluft zu, erklärt Ausbilder Karl Meyer. 


Über farbige Smileys zeigt die Ampel an, wann es Zeit ist, wieder zu lüften, erläutert der staatlich geprüfte Elektrotechniker Meyer die Funktionsweise des Geräts. Die Ampelfarben grün, gelb und rot geben Hinweise auf die jeweilige CO2-Konzentration in der Raumluft. Sobald der gelbe Smiley aufleuchtet – er steht für 1000 bis 2000 ppm CO2 - ist Zeit für eine Stoßlüftung. 


Ein Bericht in einer Fachzeitschrift brachte den 56-jährigen Velener Karl Meyer auf die Idee, mit einigen seiner Azubis die CO2-Ampeln zu bauen. Er erstellte Konstruktionspläne für die Teilnehmer, bestellte das Material für Gehäuse und Platinen – und los ging´s. 


Die erste CO2-Ampel sei „etwas knifflig“ gewesen, meint Azubi Daniel Naroska. Das Zusammenbauen der zweiten Ampel war deutlich einfacher. Den Auszubildenden im Elektrobereich gefällt, dass sie jeweils ein komplettes Gerät von A bis Z selbst bauen und dabei auch neue Handgriffe und Tätigkeiten kennenlernen. „Man sieht das Ergebnis, es hat Bestand, und es ist nützlich“, so Phil Wemmers. Die angehenden Elektrogerätefachkräfte bauen insgesamt zehn CO2-Ampeln; die ersten Exemplare kommen bereits in Besprechungsräumen und Ausbildungsbüros des Benediktushofes zum Einsatz.
 

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