Benediktushof, Reken

Training plus Spaß im Benefit-Studio

Jürgen Kramer schlägt Brücke zwischen Therapie und Training.

„Das Training tut mir gut, und ich möchte darauf nicht mehr verzichten“, sagt Jürgen Kramer. Der 48Jährige sitzt aufgrund einer Krankheit des Rückenmarks im Rollstuhl. Seine verkrümmte Wirbelsäule bereitet ihm häufig Schmerzen. Das spürt er auch schon mal nach der Arbeit. Jürgen ist im Holzbereich der Werkstatt für behinderte Menschen des Benediktushofes beschäftigt. Er befüllt und sortiert Beschlagbeutel mit Montageteilen für ein Türenwerk. 

 

Um etwas für seine Gesundheit zu tun, geht Jürgen zweimal pro Woche ins Benefit. Seit vielen Jahren nimmt er dort an einem ergotherapeutischen Gruppentraining teil. Das gefällt ihm so gut, dass er - zusätzlich zur Therapieeinheit - an einem weiteren Wochentag im Benefit-Studio ganz gezielt seine Muskeln trainiert. 

 

Mobilisation, Kräftigung und Dehnung gehören zum Übungsrepertoire, berichtet Friedrich Meckmann, den Jürgen augenzwinkernd gerne seinen „Personal Trainer“ nennt. Meckmann ist Geschäftsfeldleiter im Benefit und Trainer in einer Person. Neben Organisations- und Management-Aufgaben in seinem Arbeitsbereich Sport und Rehabilitation ist dem studierten Sportwissenschaftler daran gelegen, den Bezug zu den Menschen im Benediktushof zu halten. 

 

Mit Jürgen Kramer verbindet ihn „Training plus Spaß“, sagt Friedrich Meckmann. Er schätzt den lockeren und humorvollen Umgang und hat Respekt vor Jürgens Motivation und Durchhaltevermögen beim Rückentraining am Multiturm, beim Sling-Training oder anderen muskelaufbauenden Übungen. 

 

Die Therapie- und Trainingsstunden lindern Jürgen Kramers Schmerzen. Sie steigern sein körperliches Wohlgefühl und wirken sich positiv auf die Psyche aus. „Im Benefit lernt man auch mal andere Leute kennen“, freut sich der gebürtige Niedersachse über Kontakte zu anderen Trainierenden aus Reken. 

 

„Jürgen hat für sich eine ideale Verbindung zwischen Therapie und Fitness-Training geschaffen“, beschreibt Meckmann den gelungenen Brückenschlag. Der Sportwissenschaftler beobachtet, dass inzwischen mehrere Beschäftigte aus der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) als auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Berufsbildungswerk diese tolle Möglichkeit im Benediktushof nutzen.

Kontakt

21