Benediktushof, Reken

Soziales Jahr: „Kein Tag ist wie der andere“

FSJ´ler Tobias Raeder entwickelt neuen Berufswunsch.

Seit September 2020 arbeitet Tobias Raeder im Haus Liborius. Der 25-Jährige aus Borken absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Benediktushof. Die Tätigkeit gefällt ihm so gut, dass er im Sommer 2021 mit einer Ausbildung zum Heilerziehungspfleger beginnen möchte. Geplant ist eine zweijährige schulische Ausbildung am Lise Meitner Berufskolleg Stadtlohn mit anschließendem Anerkennungsjahr in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. 


Ursprünglich hatte Tobias Raeder einen Handwerksberuf gelernt. Da er gerne mit Menschen umgeht, entschied sich der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik danach zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr und bewarb sich im Benediktushof Maria Veen. Die pflegerischen und pädagogischen Elemente in seiner Tätigkeit als FSJ´ler in der Maria Veener Einrichtung füllen ihn aus: „Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, und kein Tag ist wie der andere“, sagt Tobias.


Er arbeitet in verschiedenen Schichten und wird auch in Wochenend-Dienste einbezogen. Regelmäßigen Austausch hat er mit seinen Kolleg*innen und seiner Praxisanleiterin Susanne Kaupert. Außerdem nimmt er, übers Jahr verteilt, an insgesamt fünf Seminarwochen für Teilnehmer*innen Freiwilliger Sozialer Dienste (FSD) im Bistum Münster teil, um sich – derzeit digital - mit anderen Freiwilligen auszutauschen und fortzubilden. 


In Tobias` Wohngruppe im Haus Liborius leben 14 Frauen und Männer mit Behinderungen zwischen 22 und 80 Jahren, die in ihrem Alltag ein größeres Maß an Assistenz benötigen. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Bewohner*innen im Alltag zu begleiten, sie zu unterstützen und ihre Selbstständigkeit zu fördern. Beim Aufstehen, An- und Ausziehen, Toilettengang, Hygiene, Essen anreichen und vielem mehr ist der 25-Jährige mit Geduld und Humor an der Seite derjenigen, die seinen Support gut gebrauchen können. Er ist froh und zufrieden, wenn er den Menschen, die ihm bereits ans Herz gewachsen sind, Hilfe zur Selbsthilfe geben und ihre Entwicklung begleiten darf. 


Der FSJ´ler schätzt die kleinen, schönen Momente bei der Arbeit: Zum Beispiel, wenn ein Bewohner in der Pause auf dem Balkon zu ihm sagt: „Ich wohne gerne hier. Hier bin ich Mensch.“ - Das sei doch ein tolles Lob für alle, die hier arbeiten, meint Tobias Raeder, den viele einfach „Tobi“ nennen. 


Und obwohl er sich in Gruppe 2 vom Haus Liborius sehr wohl fühlt, freut er sich darauf, auch andere Arbeitsbereiche im Benediktushof kennenzulernen, zum Beispiel den Metall- und den Elektrobereich in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder die Tagesstruktur im Wohnbereich. Die letzten Wochen seines Freiwilligen-Jahres wird der 25-Jährige voraussichtlich wieder im Haus Liborius arbeiten. 
 

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