Benediktushof, Reken

Förder-Angebot für Jugendliche ohne Arbeit

Fünf Jahre Erfolgsgeschichte „Chance Zukunft“.

Sie sind kontaktfähig und offen. Sie motivieren junge Menschen. Und sind geduldig, wenn der eingeschlagene Weg nicht auf Anhieb funktioniert: die drei Mitarbeiter des Förder-Angebots „Chance Zukunft“ im Benediktushof Maria Veen, Berti Nienhaus (61, Erzieher), Andreas Selting (57, Sozialpädagoge und Case Manager) und Jürgen Brünenberg (59, Heilpädagoge und Case Manager). 


Ihr Job ist es, langzeitarbeitslosen Jugendlichen den Weg in ein sogenanntes Regelsystem zu ermöglichen. „Im Idealfall gelingt es uns, die jungen Leute in den Arbeitsmarkt zurück zu führen“, sagt Berti Nienhaus. Er arbeitet bereits seit fünf Jahren in dem zunächst landesweiten und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderten Projektes „Chance Zukunft“. Was 2015 als Modell-Projekt gestartet ist, wurde inzwischen wegen des guten Erfolgs in ein reguläres Förder-Angebot umgewandelt. Seit 2019 wird es von den Jobcentern im Kreis Borken und Coesfeld finanziert. 


Zurzeit werden 15 Teilnehmer*innen gefördert. Die meisten sind männlich und bleiben  durchschnittlich 1,5 Jahre im Projekt. Insgesamt haben seit 2015 knapp 60 junge Menschen an dem Programm „Chance Zukunft“ teilgenommen, überschlägt Berti Nienhaus. Er berichtet: Die Probleme der jugendlichen Klienten sind vielfältig. Drogenkonsum, gesundheitliche und psychische Beeinträchtigungen, Wohnungslosigkeit und anderes führen oft dazu, dass die Klienten weder eine Ausbildung absolviert noch regelmäßig gearbeitet haben.


Über die Jobcenter nehmen die pädagogischen Begleiter Jürgen Brünenberg, Berti Nienhaus und Andreas Selting Kontakt zu den Jugendlichen auf. Sie versuchen, deren  Vertrauen zu gewinnen. Manchmal fahren sie zu den Jugendlichen nach Hause. Meistens treffen sie sich mit ihnen an einem neutralen Ort – etwa in einem Café. In regelmäßigen Gesprächen erarbeiten sie realistische Lösungswege für Probleme, die einer kontinuierlichen Arbeit im Wege stehen. „Das geht nur zusammen mit den Klienten und in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter*innen der Jobcenter“, betont Jürgen Brünenberg. 

 

„Unsere Arbeit findet überwiegend draußen statt“, beschreibt Andreas Selting den ganz normalen Alltag des Teams. Meist sind er und seine beiden Berater-Kollegen mit ihren Dienstwagen im Einsatzgebiet zwischen Isselburg und Billerbeck unterwegs. Zwischendurch tauschen sie sich in einem gemeinsamen, neu eingerichteten Büro im Benediktushof aus. Dort besprechen sie ihre aktuellen Fälle, bekräftigen und unterstützen sich gegenseitig, überlegen sich Kurs-Korrekturen. Um die Qualität ihrer Arbeit zu sichern, nehmen die drei Pädagogen regelmäßig an Supervisionen teil.   
 

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