Benediktushof, Reken

„Extra-Personal“ schließt Lernlücken

Lehramtsstudentin Elisa Melis unterstützt Schüler im Berufskolleg.

Elisa Melis ist 25 Jahre alt und studiert Wirtschaftswissenschaften auf Lehramt. Derzeit absolviert sie ihr Master-Studium an der Uni Duisburg-Essen. Außerdem arbeitet sie sechs Stunden pro Woche als „Extra-Personal“ im Berufskolleg am Benediktushof Maria Veen. 


Ihre Aufgabe ist es, mit einer kleinen Schülergruppe Lernrückstände, die während der Pandemie entstanden sind, abzubauen. Das geschieht mit Hilfe eines zeitlich befristeten und vom Land NRW geförderten Aktionsprogramms „Ankommen und Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“. 


Immer montags ist Elisa Melis im Berufskolleg Maria Veen. Sie versorgt ihre Lerngruppe mit Unterrichtsmaterial für die Fächer Mathe und Wirtschaft. Die Arbeitsblätter passt sie an die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler an.


Ihre Schülergruppe besteht aus Teilnehmenden der Berufsvorbereitenden Bildung (Kaufmännischer Bereich). „Wir beschäftigen uns recht intensiv mit den Grundlagen fürs kaufmännische Arbeiten“, erklärt Elisa Melis. Häufig gebe es Wissenslücken, denn der Distanzunterricht während der Corona-Pandemie habe bei manchen Schülern auf Motivation, Selbstbewusstsein und Disziplin beim Lernen gedrückt. 


Sie möchte die Lernfreude ihrer Schülergruppe durch persönlichen Umgang wieder stärken. Wie sie das macht? „Ich finde gegenseitige Wertschätzung sehr wichtig“, erklärt die angehende Lehrerin am Rande einer Unterrichtseinheit zum Thema „Kommunikation.“ Außerdem gibt sie den Schülern das Gefühl: Fehler dürfen gemacht werden. Fehler helfen, einer Sache auf den Grund zu gehen und fachliche Lücken zu schließen.


Stefan Langela, Schulleiter am Berufskolleg des Benediktushofes, freut sich: Mit Hilfe des Projekts „mehr Personal“ bekämen die Schülerinnen und Schüler zum einen zusätzliche Lernzeit. Weiterhin fördern sozialpädagogische Erlebnisse das Lernen in der Gruppe. Knapp 30.000 Euro hat das Berufskolleg für dieses Projekt vom Land NRW bekommen.

 

Elisa Melis schätzt an der Arbeit im Berufskolleg die „familiäre Atmosphäre“. Die Lerngruppen seien klein und die Kollegen hilfsbereit. Und vor allem: „Ich bekomme hier ganz viel Praxis-Erfahrung, das hilft mir für mein späteres Berufsleben“, freut sich die Studentin über den Mehrwert, den sie aus der Tätigkeit in der Schule schöpfen kann. Auch bleibt ihr genügend Zeit fürs Masterstudium in Essen. Und am Wochenende außerdem für Sport und Begegnungen mit ihren Freunden und der Familie in Borken-Burlo.

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