Benediktushof, Reken

Digitaler Unterricht ist „um Welten besser“

Berufsschule im Benediktushof in Zeiten von Corona.

In der Berufsschulklasse der Kaufleute für Büromanagement mit Lehrer Frank Baumhöver werden am Mittwochvormittag sechs Schüler im Alter zwischen 21 und 28 Jahren unterrichtet. Die zwei jungen Frauen und vier jungen Männer sind im 2. Ausbildungsjahr. Fünf von ihnen sitzen auf Abstand und mit Mund-Nasen-Schutz an ihren Plätzen, die im Berufskolleg des Benediktushofes allesamt mit Schul-PCs ausgestattet und mit dem Lehrer-PC verbunden sind. Der sechste Schüler sitzt zu Hause auf dem Sofa und ist über „Zoom“ zugeschaltet, da er kürzlich operiert wurde und noch nicht wieder in die Schule kommen kann. 


Es ist Jan Brünger, der dank gut ausgestatteter EDV-Struktur am Berufskolleg an zwei Tagen pro Woche problemlos am Unterricht teilnehmen kann. „Das ist eine mega gute Stütze“, sagt Jan, der wohl noch ein paar Wochen lang im Online Schooling bleiben wird. „Ich verpasse nichts von dem, was die anderen lernen und muss mich nicht allein dran setzen!“ Seine Mitschüler im Klassenraum setzen noch eins drauf: „Außerdem ist es super, dass Du dabei bist!“ Dank zusätzlicher Kamera und Mikro kann Jan seinen Lehrer und seine Mitschüler die ganze Zeit sehen und sie ihn. 


Das Berufskolleg am Benediktushof kommt trotz Corona-Pandemie recht gut klar: Mit maximal zehn bis zwölf Schüler*innen pro Klasse, gestaffeltem Unterricht und gestaffelten Pausen vor- und nachmittags, regelmäßigem Lüften und Einhaltung der AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske), fasst Schulleiter Stefan Langela zusammen. 


Da die Schule insgesamt deutlich mehr als 100.000 Euro aus dem Digitalpakt und aus weiteren Geldtöpfen vom NRW-Schulministerium erhalten hat, konnten seit 2019 weitere PCs und Whiteboards angeschafft, Glasfaser und WLAN ausgebaut sowie die 16 Lehrkräfte qualifiziert werden. 

Seit Beginn der Corona-Zeit werden durchschnittlich 5 bis10 Prozent der rund 250 Schüler*innen online beschult, wenn sie aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht in Maria Veen unterrichtet und ausgebildet werden können, berichtet Langela. Aber auch aus dem ganz normalen Schulalltag ist die digitale Bildung nicht mehr wegzudenken. Die Mittelstufen-Klasse von Frank Baumhöver ist sehr zufrieden mit der aktuellen Form des Unterrichts. Abel Milenkovic findet Unterricht ohne Computer „nicht mehr vorstellbar“. Vanessa Jeuken sagt: „Die jetzige Form von Schule ist um Welten besser!“ Die befragten Schüler mögen das intermediale Arbeiten, die Möglichkeiten der individuellen Recherche im Internet – und trotzdem die persönliche Ansprache und Diskussion mit ihrem Lehrer. 

 

Info Berufskolleg: In der privaten Ersatzschule werden überwiegend Teilnehmer aus dem Berufsbildungswerk (BBW) des Benediktushofes beschult. Sie kommen aus NRW und angrenzenden Bundesländern. Ein Großteil wohnt während der Ausbildung im Internat vor Ort. Neben angehenden Kaufleuten besuchen gewerblich-technische Azubis (Technische Zeichner, Orthopädie-Schuhmacher und Hauswirtschafter) sowie Teilnehmer*innen aus berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen das Berufskolleg im Benediktushof. Auch einige externe Schüler*innen werden beschult. 
 

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