Junge Frau am PC.
27.02.18 10:26 Alter: 82 days
Kategorie: Benediktushof Pressemitteilungen, Top News
27.02.18

„Kreativ, originell und vital“

Lehrer Justin Maasmann verabschiedet sich in den Ruhestand


Lehrer Justin Maasmann (l.) im Kreise von Schülern.

„Ich habe den Beruf gerne gemacht und auch gelebt“, sagt Justin Maasmann. Der 66-jährige Lehrer am Förderberufskolleg des Benediktushofes Maria Veen verabschiedet sich nach fast 40 Jahren Lehrtätigkeit von der Schulgemeinde. Er geht in den Ruhestand. Mehr als 35 Jahre hat Maasmann aus Dülmen-Merfeld seine Schüler in Politik, Wirtschaft und Orthopädie-Schuhtechnik unterrichtet.

Nach Studium und Referendarzeit war der gelernte Gymnasiallehrer zunächst bei der Stadt Dülmen und beim Lehrerverband in Duisburg tätig. Nebenbei gab er seit 1982 Förderunterricht am Berufskolleg des Benediktushofes. Diese Arbeit gefiel ihm so gut, dass er eine berufsbildende Zusatzqualifikation in Orthopädie-Schuhtechnik erlangte. Seit 1988 vermittelte er auch angehenden Schuhtechnikern ihr theoretisches Wissen.

Justin Maasmann ist der Auffassung, dass schulisches Lernen neben der praktischen Ausbildung einen eigenen wichtigen Stellenwert hat. Schülern eine gute Grundlage für ihr Berufsleben zu geben und Spaß am Lernen zu vermitteln, sieht der verheiratete Vater von zwei Töchtern als zentrale Aufgabe. Ein guter Lehrer muss auch „entertainen“ (unterhalten)  können: Nach dieser Devise stieg Justin Maasmann auch schon mal aufs Lehrerpult, um für seine Schüler die Eigenheiten des menschlichen Bewegungsapparates im gesunden wie im beeinträchtigten Zustand zu verdeutlichen. „Ich bringe mich als Medium in den Unterricht ein“, schmunzelt der Pädagoge. Die große Kunst, Schüler über sechs Stunden „mit Kreativität, Originalität und Vitalität“ bei Aufmerksamkeit und Laune zu halten, beschreibt sein Kollege und Vorgesetzter Stefan Langela so: „Herr Maasmann hat seine Schüler gebunden und fürs Fachgebiet begeistert.“

Dass er selber kein gelernter Schuhmacher ist, sieht Maasmann nicht als Problem. „Ich kann keinen Schuh bauen“, sagt er. „Aber ich weiß, wie es geht und wovon ich spreche.“ Lehrer Maasmann trug in enger Kooperation mit den Meistern der praktischen Ausbildung im Berufsbildungswerk des Benediktushofes dazu bei, dass viele junge Menschen mit anfänglichen Schwierigkeiten zu guten Abschlüssen kamen. Weiterhin war er als Lehrermitglied im Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Münster ehrenamtlich tätig.
Langeweile wird für den in der Merfelder Niederung aufgewachsenen Heimat-, Geschichts- und Naturfreund auch im Ruhestand ein Fremdwort bleiben. Tätigkeiten im Heimatverein Merfeld und im Naturschutz werden Maasmann intensiv beschäftigen.