Junge Frau am PC.
13.02.12 09:06 Alter: 95 days
Kategorie: Benediktushof Pressemitteilungen, Top News

Dabei sein, mitmachen und helfen

Schüler-Praktikanten vom Gymnasium Maria Veen lernten Therapie-Formen im Benediktushof kennen.


Laura Höltervennhoff und Jonas Stilkenbäumer hospitierten auch in der Psychomotorik-Gruppe.

Krankengymnastik, Sporttherapie und Rollstuhl-Basketball statt Deutsch, Mathe und Latein: Abwechslung vom Schulalltag genossen Jonas Stilkenbäumer und Laura Höltervennhoff aus Maria Veen. Die beiden 16-jährigen Schüler besuchen die zehnte Jahrgangsstufe im Gymnasium der Mariannhiller Missionare und absolvierten ein zweiwöchiges Betriebspraktikum im Benediktushof Maria Veen.

Jonas und Laura sind sportbegeistert und gehen gerne mit Menschen um. Im Benediktushof hospitierten die beiden in der Sport- und Therapieabteilung. Vom Baby-Schwimmen bis zum Benefit lernten sie die unterschiedlichen Gesundheits- und Bewegungs-Angebote kennen, die der Benediktushof für Menschen mit und ohne Behinderung bereit hält. Rehabilitanden und Bewohner der Einrichtung, aber auch Rekener Bürger nutzen diese Angebote.

„Das Praktikum war total interessant“, so die einhellige Meinung von Laura und Jonas. „Wir haben die Sportlehrer und die Therapeuten zu ihren Unterrichtsstunden und Anwendungen begleitet. Sie haben uns alles erklärt. Bei einigen Sachen durften wir auch helfen. Ansonsten haben wir einfach mitgemacht." Wie in der Psychomotorik-Gruppe, die sich regelmäßig in der Turnhalle des Berufsbildungswerkes trifft.

Eine Gruppe von Jugendlichen lernte am vergangenen Donnerstagnachmittag unter Anleitung von Sportlehrerin Inge Heisterkamp und ihrem Kollegen Jürgen Brünenberg, wie man mit verbundenen Augen Hindernisse wie Bänke, Kästen, Schranken oder Wackelbretter bewältigt. Mit Hilfe eines sehenden Partners, der den blinden „Roboter“ mit Worten lenkt, funktioniert das recht gut, stellten die Jugendlichen fest. „Man muss Vertrauen haben, wenn man selbst nichts sehen kann“, sagten sie, und: „Wer selber sehen kann und einen Blinden lenkt, muss ganz genaue Anweisungen geben.“ Körperwahrnehmung, Koordination, Kommunikation seien wichtig. Laura und Jonas fanden auch diese Übung spannend.

„Es ist super, dass wir so unterschiedliche Therapieformen im Benediktushof kennen lernen durften“, meinte Jonas, der auch in seinem späteren Berufsleben auf Vielfalt und Abwechslung hofft. Laura, die genau wie Jonas in ihrer Freizeit Fußball spielt, fand vor allem den Rolli-Sport „cool“. Außerdem hat ihr die Offenheit der Jugendlichen mit Behinderung gefallen. „Es war ganz unkompliziert, und wir haben total normal miteinander geredet.“

Verfasst von: Pressestelle
13.2.2012